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Gestern Azubi – heute Geselle – morgen Spezialist

10.04.2017

28.3.2017: Besuch bei Kronenberger GmbH in Viernheim - Kooperationspartner im Ausbildungsverbund Industriemechaniker

„Unsere ehemaligen Azubis sind an wichtigen Positionen im Unternehmen eingesetzt. Hüseyn Coskun ist für den Bereich Schlosserei, Materialeingang, Lager, Zuschnitt und Bestandpflege des Rohmaterials verantwortlich. Geht ein Auftrag ein, müssen Teile in ausreichender Menge verfügbar sein. Sein Aufgabenbereich steht ganz am Anfang der Produktionskette. An deren Ende gibt Andreas Hanauer Werkstücken den letzten Schliff, er ist für die Werkzeugmacherei zuständig.  Am 28. März 2017 sind wir zu Besuch bei der Kronenberger GmbH in Viernheim, wo wir einen Einblick in die Präzisionsarbeit des metallverarbeitenden Betriebs bekommen und die „ehemaligen Speyerer Azubis“ an ihren Arbeitsplätzen antreffen. Die heutigen Industriemechaniker Coskun und Hanauer ... 

hatten 2013 ihre Ausbildung in Speyer begonnen und in ihrer einjährigen Grundausbildung bei der PFW Aerospace GmbH die Basisfertigkeiten des Metallberufs erlernt. Gemäß dem Konzept des Ausbildungsverbundes waren Sie beim VFBB e. V. im theoretischen Unterricht und erhielten von der GABIS GmbH ihren Arbeitsvertrag. Beide waren damals schon über 20 Jahre alt und hatten die Chance auf eine Ausbildung wahrgenommen. 
Rolf Stadler, Geschäftsführer der Kronenberger GmbH suchte zeitgleich Fachkräfte, hatte aber bisher nie selbst ausgebildet. Eine Studienkollegin, die mit ihrem Ludwigshafener Betrieb bereits Kooperationspartner im Ausbildungsverbund war, hatte ihm den Tipp gegeben, zu VFBB-Betreuer Jörg Martin Kontakt aufzunehmen. Um sich über das Konzept zu informieren und Bewerber kennenzulernen, kam Stadler nach Speyer. Überzeugt davon, dass er seine Nachwuchsfachkräfte selbst ausbilden muss, um den Betrieb zukunftssicher zu machen, fiel schließlich die Entscheidung, gleich drei Azubis ab dem zweiten Ausbildungsjahr in den eigenen Betrieb zu holen.
„Der ausschlaggebende Punkt war aber der soziale Aspekt“, berichtet Ehepaar Stadler. „Wir konnten noch nicht zusagen, alle drei Azubis später als Gesellen zu übernehmen aber die Ausbildung wollten wir aktiv angehen.“ Im Viernheimer Betrieb waren die Altersstrukturen verfestigt. „Wir haben in die Zukunft investiert, den Altersschnitt unserer Mitarbeiter gesenkt und damit die Zusammenarbeit im Team positiv verändert. Erfahrene Mitarbeiter haben das Wissen, junge Kollegen bringen frische Impulse und vom Miteinander profitieren alle.“
Mit einem 25-köpfigen Team aus Entwicklung, Konstruktion, Herstellung und Vertrieb bedient  Kronenberger Unternehmen der  Automobil-, Energie-, Nahrungsmittelbranche und den allgemeinen Maschinenbau. Die Kernkompetenzen liegen in der Zerspanung, dem Vorrichtungs- und Sondermaschinenbau. Alle Produktionsbereiche haben die Azubis durchlaufen: Lager, Zuschnitt, Drehen, Fräsen, Bohren, Schleifen, Schweißen, Montage. In Feedback-Gesprächen wurde beurteilt, in welchem Bereich die stärksten Potenziale sind. Bei der Entscheidung, wo sie ihren Arbeitsbereich als Geselle haben werden, wurde vor allem der betriebliche Bedarf aber auch die Wünsche und Einschätzungen der Azubis berücksichtigt. Stadler erklärt: “Es ist mir wichtig, dass junge Leute reflektieren, was sie können, was sie wollen und was sie in Zukunft  investieren möchten.“ Anette Stadler bestätigt: „Heute sind wir froh, dass wir die drei Bewerber ausgebildet haben. Zufrieden waren wir mit allen, dennoch konnten wir leider nur zweien einen Arbeitsplatz bieten.“ Wie GABIS-Geschäftsführer Thomas Cantzler berichtet, hat der dritte Geselle über die GABIS GmbH seinen Arbeitsplatz in der Metallbranche gefunden.

Frisch gebackene Gesellen gelten als Nachwuchsfachkräfte im Betrieb aber zum engagierten Spezialisten, der eine Position perfekt ausfüllt, braucht es noch ein paar Jahre Erfahrung. Genau diese Entwicklung ist bei Kronenberger erwünscht. „Mit der Entscheidung, unseren Nachwuchs selbst auszubilden haben wir den ersten Schritt getan. Wir werden auch weiter ausbilden. Aber was wir brauchen sind richtige Spezialisten, die über den Tellerrand schauen können“, so Stadler weiter.
Im anschließenden Betriebsrundgang sehen wir, wie aus unterschiedlichsten Rohmaterialien in zahlreichen Bearbeitungsschritten hochpräzise Maschinenteile entstehen, die in Kleinserien ausgeliefert werden. Auch in Zukunft will der Viernheimer Geschäftsführer Fachkräfte für den eigenen Betrieb ausbilden und von Fachkräften zu Spezialisten formen.

Aus der Arbeitnehmerüberlassung weiß Thomas Cantzler, dass junge Menschen oft überzogene Gehaltsvorstellungen haben und deshalb die Arbeit als einfache Produktionshelfer in der Großindustrie einer fundierten Ausbildung vorziehen. Für das „schnelle Geld“ nehmen viele das Risiko der späteren Arbeitslosigkeit in Kauf. „Wer klug ist und zukunftsorientiert denkt, investiert in eine fundierte Ausbildung“, so sein Resümee.